Das Erstellen von Produktfotografie in Eigenregie für das eigene Sortiment ist oft keine Frage der Kosten, sondern der Ressourcen und Fachkenntnisse.

Trotz strikter Vorgaben sind Anbieter innerhalb von Marktplätzen immer weiter bemüht neue Standards einzuhalten und selbst zu setzen. Und gerade wer den Markt schon einige Jahre beobachtet, merkt schnell, dass auch das Schaffen von Wiedererkennungswerten und das Abgrenzen von Mitbewerbern das Tagesgeschäft bestimmen und nicht selten von den Entwicklungsprozessen im Unternehmen abhalten.

Wie Sie mit relativ geringem Geldeinsatz und hochwertiger Produktfotografie trotzdem Ihre Conversion Rates und Ihre Indexierung verbessern können, bringen wir Ihnen im folgenden Blog-Beitrag etwas näher. Welche Anforderungen Marktplätze oder Anforderungen Betreiber an ihre Händler stellen, ist oft klar ersichtlich. Und so entsprechen auch die meisten Produktfotos einem gängigen Standard – und reihen sich ein zu ihren übrigen Mittelklassen.

Die Darstellung von Produkten und Eigenschaften mag in Broschüren, in der Fernsehwerbung oder anderen Advertising-Kanälen beeindruckend wirken, sollen die Produkte dann allerdings in den Absatz, bleiben kaum mehr als zwei oder drei neutrale Ansichten davon übrig.

Allerdings bieten auch noch so strikte Vorgaben der Marktplatzbetreiber ausreichend Spielraum, um durch kreative Feinheiten, Bezug zur Käufer-Klientel und jahrelange Erfahrung eine Abgrenzung zu definieren, die sich unmittelbar auf conversion rates und Widerrufsrechtinanspruchnahmen auswirken.

Das Motiv

Die meisten Kunden im eCommerce nutzen Ihre Mobiltelefone zum Einkauf. Diese Tatsache erfordert neben einem responsiven Onlineshop eine entsprechende Berücksichtigung beim Anlegen der Produktfotos. Sehr lange Motive lassen sich möglicherweise besser hochkant oder zumindest in einer Diagonale darstellen. Vielen Betreiber (unter anderem Amazon) schreiben zu dem ein festes Verhältnis zwischen Bild und Hintergrund fest. Das lässt sich nicht immer einhalten, sollte aber im Hinterkopf behalten werden.

Die Beleuchtung

Auch die neuesten Smartphones sind nicht in der Lage hochwertige Produktfotos zu erstellen. Die Bildergebnisse sind auf die Betrachtung auf kleinen Bildschirmen, zum Teil mit Retina-Auflösung ausgerichtet. Der ´platzbedingt kleine Bildsensor schafft es zwar, jede Menge Bildpunkte einzusammeln, sie computergesteuert zu multiplizieren, um so ein wirklich hübsches Foto für den WhatsApp-Familien-Chat versenden zu können, der Großteil der Bildinformationen geht allerdings unwiderruflich verloren. Moderne Spiegelreflex-Kameras fangen hunderttausende Informationen mehr. Die Fotos lassen sich professionell auch auf dem PC noch anpassen, als würde das Foto erneut gemacht werden. Tiefenschärfe, Farbwerte und Strukturen und Klarheit lassen sich nur mit professioneller Technik sicherstellen. Durch den Einsatz von Polfiltern lassen sich Spiegelungen reduzieren und das professionelle Setzen von Lichtakzenten setzen selbst weiße, spiegelnde oder maximal komplexe Motive so effektiv in Szene. Notwendige Lichtakzente setzen Sie mit Lichtsegeln, zusätzlichen Studioblitzen oder die Verwendung von speziellen Softboxen.

Das Produktfoto

Welche Ansichten notwendig sind, hängt vom Motiv ab. Die klassischen Ansichten von vorn, der Seite und von hinten decken in der Regel den Informationsdurst potentieller Käufer. Und gerade, wenn es um marktaktuelle Produkte geht, ist eine herausragende Produkt-Präsentation wenig effektiver als das Foto des Herstellers. Der eigentliche Effekt guter Produktfotografie besteht darin, die natürliche Distanz zwischen dem Kunden und Ihrem Produkt zu verringern. Zeigen Sie Ihre Produkte also auch aus ungewohnten Winkeln und weisen Sie auf Kleinigkeiten hin. Kaufentscheidungen fallen in der Regel auf Grundlage subjektiver Kriterien. Das erfordert weder teures Equipment, noch herausragende Fähigkeiten. Sie müssen Ihr Produkt kennen, Ihre Kunden und vor allem, können Sie die Eigenschaften und Vorteile Ihrer Produkte herausarbeiten.

Das Drumherum

Nachdem man in den letzten Jahrzehnten immer wieder daraufgesetzt hat, mit Dekoration, Ambiente und nicht zuletzt einigen Tricks die tatsächliche Beschaffenheit der Produkte fast zu verfälschen, geht der Trend gerade wieder ins Puristische. Die moderne Technik, makellose Produktionsverfahren und erstklassige Designs erlauben eine vollständig auf das Produkt gerichtete Aufmerksamkeit. Vor allem im hochpreisigen Segnet verzeihen potentielle Käufer keine Tricks. Jedes Detail muss hervorgehoben werden. Auch wenn es sich dabei nicht um vordergründige Eigenschaften handelt, der Kunde hätte es noch lieber selbst in der Hand. Schmückende Beiwerke im Schmuck oder generell im Makro-Bereich können interessante Effekte erzeugen, bringen aber auch immer wieder die Gefahr mit sich, dem Produkt die Show zu stehlen. Im schlimmsten Fall entspricht Ihre Interpretation eines geeigneten Hintergrunds nicht der Ihrer Kunden. Verzichten Sie daher auf Dekorationen und Ambiente, es sein denn, Sie möchten damit etwas ganz explizit konturieren.

Welche Produktfotos verkaufen am besten

Die etabliertesten Marktplätze um Amazon und eBay geben zwischen drei und sieben Produktbilder als Durchschnitt an. Wie viele Ansichten dem Kunden zur Verfügung gestellt werden sollten, hängt natürlich von der Art des Artikels ab.

Zusätzlich lohnt es sich über den Einsatz von Detail- oder Zoom-Fotos Gedanken zu machen, denn nicht immer bieten die Marktplätze native Funktionen für das Heranzoomen an und im Endeffekt unterstützen diese Ansichten auch immer die Transparenz des gesamten Angebots.

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